Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

Zur Weihnachtszeit wünschen sich viele Menschen und vor allem Kinder ein Tier.

Doch dieser Wunsch bringt viele Probleme mit sich, denn ein Tier lässt sich nicht so einfach wie ein Pullover oder ein Spielzeug umtauschen. Im Laufe des neuen Jahres, oft zur Ferienzeit, werden viele unüberlegt gekaufte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben.

 

Verschenken Sie daher bitte grundsätzlich keine Tiere.

 

 

Denn die Anschaffung eines tierischen Mitbewohners sollte gut überlegt sein – alle Familienmitglieder müssen einverstanden sein, Sie müssen genügend Zeit für das Tier aufbringen und ihm eine artgerechte Haltung bieten.

 

 

 

 

– Tierschutzbund.de –  Photo Maggy Parries

SOKO Tierschutz deckt erschreckende Zustände in McDonald’s Schlachthof auf

Strafanzeige: Qualvoller Todeskampf am Schlachtband und untätige Behörden.

Undercover Aufnahmen von SOKO Tierschutz. Schweine wachen bei Mc Donald´s Fleischlieferant aus der Betäubung auf.  „obs/SOKO Tierschutz e.V/SOKO Tierschutz e.V.“

 

 

Im Oktober und November 2017 dokumentierten Ermittler von SOKO Tierschutz die Zustände im Schlachthof Frenken in Düren, einem Großbetrieb, der McDonald’s mit Fleisch beliefert.

 

Das Ergebnis: Tierquälerei,Inkompetenz und Hygienechaos. Besonders pikant ist, dass die Aufnahmen direkt vor und nach einer Qualitätskontrolle von McDonald`s aufgenommen wurden.

 

Bei den Rindern scheitert die Betäubung regelmäßig. Sie erwachen blutend am Schlachtband. Immer wieder versagt das Personal, Falltore werden krachend auf Rinderrücken geschlagen, und Tiere brechen schon vor dem Schuss erschöpft vom Stress und von Elektroschocks zusammen.

 

„Es ist erschütternd zu sehen, wie besonders die absolut zerstörten Milchkühe nach jahrelanger Ausbeutung noch auf den letzten Metern gequält werden. Die Tiere aus Haut und Knochen sind das bevorzugte Burgerfleisch von McDonald’s.“ so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz. Die Schweinebetäubung sorgt für ein grausames Erwachen am Schlachtband.

 

Minutenlange Schnappatmung, blinzelnde Augen und Tiere, die gegen den Einzug in das Brühbad kämpfen. Der traurige Höhepunkt: Mindestens ein Tier wird bei Bewusstsein ins heiße Wasser gezogen und kämpft um sein Leben. Arbeiter sehen bei den Zuständen mitleidslos zu.

 

Diese Zustände sind Alltag, zigfach dokumentiert in wenigen Stunden. Und das, obwohl der Schlachthof sogar die Bio Zulassung hat und über ein bis zu sechsköpfiges Veterinärteam verfügt.

 

Zwei Veterinärstudenten sehen zu, als Rinder aus der Betäubung erwachen, ermerkt wird das in dem Protokoll aber nicht. Stattdessen prahlt einer damit, die Tiere selber mit dem Elektroschocker misshandelt zu haben.

 

Massive Hygieneprobleme: So wird mit Messern in das Fleisch gestochen, die verkeimt sind und Sterilisation wird vernachlässigt. SOKO Tierschutz erstattet Strafanzeige gegen den Schlachthof Frenken und das untätige Veterinäramt

 

Leider sind diese Zustände nach zahlreichen Recherchen der Tierschutzorganisation in deutschen Schlachthöfen, ob groß oder klein, immer noch Alltag.

 

 

 

 

SOKO Tierschutz e.V

Gene dominanter Männchen oft kontraproduktiv

pfauMerkmale wie knallige Farben oder eine außergewöhnliche Größe, die in der Tierwelt bei dominanten Männchen bislang als Herrschaftssymbol galten, können unter dem Einfluss der Erderwärmung und anderen Bedrohungen in den nächsten Jahren zum schnelleren Aussterben vieler ohnehin kleiner Populationen führen.

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Queen Mary University of London http://qmul.ac.uk .

Anzahl der Tiere relevant

Männliche Tiere haben über die Jahrtausende immer auffälligere Eigenschaften, wie etwa längere Gliedmaßen oder ein bunteres Federkleid erworben. Im Kampf gegen Rivalen gewinnt oft derjenige, der die sogenannten „guten Gene“ besitzt.

In einer Simulation konnten die Forscher deutlich machen, dass sich solche Populationen in neuen Gegenden, wie sie unter der Veränderung des Klimas auftreten, gut anpassen können.

Jedoch hat dieser Prozess einen Haken, denn Populationen müssen dafür eine bestimmte Größe aufweisen.

„Obwohl diese Erkenntnisse im Moment noch hauptsächlich theoretisch ausfallen, sind sie relevant für die Erhaltung einer Vielzahl von Tierarten“, erklärt Studien-Co-Autor Rob Knell.

Wenn es über 100 Tiere in einer Population gab, waren die negativen Auswirkungen neuer Umwelteinflüsse nur sehr gering, doch wenn die Zahl der Tiere unter 50 fiel, wurde das Aussterben wahrscheinlicher. Die Tiere konnten sich nicht mehr so gut anpassen.

Veränderungen verstehen

„Sexuelle Selektion ist stark verbreitet und verantwortlich für die spektakulärsten Eigenschaften von Tieren.

Während sich die Umwelt verändert, werden die Erkenntnisse dabei helfen, die Verletzlichkeit unserer beliebtesten Tiere unter Einwirkung der globalen Erwärmung, dem steigenden Meeresspiegel und vielen anderen Bedrohungen zu erkennen“, so Knell abschließend.

Detaillierte Ergebnisse stellen die Forscher im „Journal of Animal Ecology“ http://journalofanimalecology.org vor.

Sabrina Manzey, Foto: U. Zebunke/pixelio.de